Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2012

 

 

 

Mittwoch, 14.03.2012   Wurmser
16:00 – 18:00 Uhr (2;A/B)   Negative Therapeutische Reaktion
     


 

Freitag, 23.03.2012   Frommer
17:15 - 18:45 Uhr (2;A/B)   Aktuelle Positionen zur
19:00 - 20:30 Uhr   Therapeutischen Reaktion (NTR)

Die NTR zählt zu den technisch am schwierigsten zu handhabenden Hindernissen einer erfolgreichen Analyse. Anhand aktueller Literatur sollen mögliche Entstehungshintergründe und Interventionsmöglichkeiten beleuchtet werden. Das Einbringen eigener Fallvignetten ist möglich.
Ich erbitte die Anmeldung per E-Mail bis zum 18.03.2012.
Die Übernahme von Referaten ist erwünscht. Die beiden englischsprachigen Arbeiten können über den Seminarleiter bezogen werden.

Literatur:

Frommer, J. (in press): "Omnipresence", a Masked Cause of Negative Therapeutic Reaction - Considerations on the Long Shadow of Totalitarian Repression. In: Wurmser, L., and Jarass, H. (Editors): "Nothing Good is allowed to Stand". An Integrative View of the Negative Therapeutic Reaction. New York: Routledge Psychoanalysis.
Frommer, J. (2011): "Omnipräsenz". Einige Überlegungen zur psychischen Abwehr der Folgen totalitärer Repressionserfahrung. Forum der Psychoanalyse, 27: 395-410.
Wurmser, L., Jarass, H. (in press): Prologue. In: Wurmser, L., and Jarass, H. (Editors): "Nothing Good is allowed to Stand". An Integrative View of the Negative Therapeutic Reaction. New York: Routledge Psychoanalysis.

Für Psychoanalyse-Kandidaten und PT-Kandidaten mit Behandlungserlaubnis.

PA: IV, V, IX
PT: l
PTG: B.3



 

Samstag, 24.03.2010   Ebersbach
 9:30 - 10:30 Uhr (2;A)   Traumatherapie
10:45 - 12:15 Uhr    

In diesem Seminar werden die Ursachen und Folgen psychischer Traumatisierungen, diagnostische Möglichkeiten und Interventionstechniken der Traumatherapie dargestellt.

Literatur:

Huber, M.: Trauma und die Folgen, Trauma und Traumabehandlung. Teil 1 und 2. Junfermann-Verlag, Paderborn 2003
Sachsse, U.: Traumazentrierte Psychotherapie. Schattauer Verlag

Für alle Hörer.

PA: I, IV
PT: a, f, g
PTG: A.2, A.4, B.1, B.3



 

Samstag, 24.03.2012   Reinhardt
14:00 – 15:30 Uhr (2;A)   D.W. Winnicott II:
15:45 – 17:15 Uhr   Zur Theorie vom "Übergangsobjekt"

Nach einer kurzen Wiederholung der Theorie vom "falschen Selbst" wird es in diesem Seminar um Winnicotts "Übergangsobjekt" gehen. Im Vordergrund sollen behandlungstechnische Aspekte stehen, die für die zeitgenössische Psychotherapie und Analyse Relevanz haben. Die Übernahme von Kurzreferaten ist wünschenswert, Interessenten mögen sich bitte schnellstmöglich bei mir melden.

Literatur:

Winnicott, D.W.: Von der Kinderheilkunde zur Psychoanalyse, Psychosozialverlag 2008; Primäre Mütterlichkeit S. 135-141, Klinische Varianten der Übertragung S. 191-196,
Die antisoziale Tendenz S. 197-208,
Übergangsobjekte und Übergangsphänome S. 257-283

Für alle Hörer.

PA: IV, V, IX
PT: f
PTG: A.5, A.12, B.3



 

Sonntag, 25.03.2012   Otto, E.
 9:00 – 10:30 Uhr (2;A/B)   Die Zwangsneurose, der Zwangscharakter und die anale Objektbeziehung II
10:45 – 12:15 Uhr   (Spezielle Krankheitstheorien/Behandlungstechnik)

In diesem Seminar werden psychodynamische Überlegungen und behandlungstechnische Fragen zur Zwangsneurose vertieft. Dazu werden wir uns nach einer ergänzenden kurzen theoretischen Einführung ausführlich mit der Falldarstellung der Behandlung von Herrn Arthur Y im Lehrbuch von Thomä und Kächele befassen, zu der sowohl die Therapieanträge als auch mehrere Stundenprotokollauszüge vorliegen. Um gemeinsam an den Texten arbeiten zu können, bitte ich darum, dass jeder einen Textauszug mitbringt. Hörer/innen, die beim ersten Teil des Seminars nicht dabei waren, können gerne noch dazukommen.

Literatur:

Thomä, H., Kächele, H. (2006): Psychoanalytische Therapie, Praxis-Band. Springer, Heidelberg. Kapitel 6.4 Fremdfinanzierung, S. 229-238 (die Anträge), ergänzend Anamnese S. 315-320 Kapitel 6.5 Gutachten und Übertragung, S. 238-241 Kapitel 8.5.2 Verleugnung der Kastrationsangst, S. 338-342 Kapitel 10.2 Philosophische Überlegungen zum Problem einer "guten Stunde": 115. Stunde, S. 467-468

Für alle Hörer.

PA: I, II, V
PT: a, b, c
PTG: A.1, A.2, B.1, B.3



 

Freitag, 20.04.2012   Ulrich
17:15 – 18:45 Uhr (2;A/B)   Psychotherapie der Psychosen
19:00 – 20:30 Uhr    

Im Seminar geht es um die Vermittlung theoretischer Grundlagen und praktischer Erfahrung aus Behandlungen von Psychosen insbesondere Schizophrenie unter Berücksichtigung analytischer Behandlungsansätze.
Eigene Fallbeispiele sind erwünscht

Literatur:

Schwarz, F.; Maier, C.: Psychotherapie der Psychosen. Thieme-Verlag 2001

Für alle Hörer.

PA: I, IV
PT: b, g
PTG: A.2, B.1, B.2



 

Samstag, 21.04.2012   Borkenhagen
 9:00 – 10:30 Uhr (2;A/B)   Körperdysmorphophobie: Definition, Epidemiologie,
10:45 – 12:15 Uhr   psychodynamische Erklärungs- und Behandlungsansätze

Im Seminar wird das Störungsbild der Körperdysmorphophobie vorgestellt und hinsichtlich Epidemiologie, Differentialdiagnose und Krankheitsverlauf dargestellt. Daneben wird auf die kulturellen und historischen Aspekte des Krankheitsbildes eingegangen und zur Veranschaulichung ein Fallbeispiel dargestellt und diskutiert.

Literatur:

Stangier, U.: Hautkrankheiten und Körperdysmorphe Störung. Hogrefe-Verlag Göttingen.
Phillips, K. A. (1996): The Broken Mirror: Understanding and treating body dysmorphic disorder. New York: Oxford University Press.

Für alle Hörer.

PA: II, IV
PT: b, h
PTG: A.2.1, B.1, B.2, B.4



 

Samstag, 21.04.2012   Borkenhagen
14:00 – 15:30 Uhr (2;A/B)   Erstellung von Fallberichten und Abschlussarbeiten
15:45 – 17:15 Uhr    

Im Seminar wird das Verfassen eines psychodynamischen Fallberichts bzw. einer Falldarstellung i. R. einer Abschlussarbeit für die analytische Psychotherapie bzw. Fachgesellschaftsanerkennung dargestellt und diskutiert. Am Beispiel eines Fallberichts bzw. von Auszügen aus einer Abschlussarbeit werden die Prinzipien einer argumentationszugängliche Kasuistik wie auch die Formalien wissenschaftlicher Arbeiten verdeutlicht.

Literatur:

Körner, J. (2003): Die argumentationszugängliche Kasuistik. Forum der Psychoanalyse; 19, 28-35.
Richtlinien der Dt. Gesellschaft für Psychologie. Homepage des Hogrefe-Verlages.

Für alle Hörer.

PA: II, IV
PT: a, b, h
PTG: A.10, B.1



 

Sonntag, 22.04.2012   Lauenburg
 9:30 – 10:30 Uhr (2;A/B)   Familientherapie. Konzepte
10:45 – 12:15 Uhr    

Das Seminar wird einen Überblick über die familientherapeutischen Konzepte (psychoanalytische, strukturelle, systemisch-konstruktivistische und kommunikationstheroretische Ansätze) und deren Methoden (Genogrammarbeit, Familienbrett sowie zirkuläres und hypothetisches Fragen u. a.) vermitteln.
Speziell soll die lösungsorientierte Gesprächsführung anhand von Fallbeispielen dargestellt werden.

Literatur:

de Jong, P. u. a.: Lösungen (er)finden. Verlag Modernes Lernen. Dortmund. 5. verb. und erw. Aufl. 2003
Schlippe, A. v. u. a.: Zugänge zu familiären Wirklichkeiten in: Systhema. Zeitschrift des Instituts für Familientherapie e.V. Weinheim. Sonderheft 1. 1995. 9. Jg. - Überarb. Nachdruck 2000
http://www.if-weinheim.de/ download.html
Stierlin, H.: Eltern und Kinder. Suhrkamp. Frankfurt/ Main. 1974. - 6. Aufl. 1996
Watzlawick: Wenn die Lösung das Problem ist. Vortrag 1987 aufgezeichnet aus dem Ev. Bildungswerk Hospitalhof. Stuttgart von 3 sat Akademie. http://www.paulwatzlawick.de/kommunikation.html

Für alle Hörer.
Pflichtveranstaltung für Teilnehmer bis zur Behandlungserlaubnis.

PA: VI, VIII
PT: i, e, l
PTG: A.6, B.7, B.8



 

Freitag, 11.05.2012   Dost, Th.
18:45 – 21:00 Uhr (2;A/B)   Sexualanamnese
(veränderte Anfangszeit wegen vorheriger Vollversammlung)    

Die menschliche Sexualität ist bekanntlich von entscheidender Bedeutung für die Psychoanalyse wie auch die von ihr abgeleiteten Therapieverfahren. Auf der anderen Seite - darauf hat schon Balint hingewiesen - sind die Schwierigkeiten, denen sich Therapeuten gegenübersehen, nirgends so groß wie auf sexuellen Gebiet. Wir wollen versuchen, über eine theoretische Einführung, Fallskizzen und Rollenspiele Grundlagen für die praktische Erhebung der Sexualanamnese zu erarbeiten.

Literatur:

Sigusch, V. (Hrsg.): Sexuelle Störungen und ihre Behandlung. Thieme 1996 (oder entsprechende Nachauflagen), insb. Kap. 7 (Gschwind: Das sexuelle Symptom in der Sprechstunde) und Kap. 8 (Sigusch: Diagnostik sexueller Störungen)

Für alle Hörer.

PA: I, II, IV, V
PT: a, b, c, f, h
PTG: A.1, A.4, B.1, B.2



 

Sonntag, 12.05.2012   Dost, Th.; Müller-Herwig
 9:00 – 10:30 Uhr (2;B)   Berufsrechtliche und berufspolitische Fragen
10:45 – 12:15 Uhr   zur Ausbildung und späteren Praxisführung

Es gibt in der Bundesrepublik eine Vielzahl psychotherapeutischer und psychoanalytischer Fachverbände, worauf in einem Seminar (Prof. Dr. Frommer) im Sommersemester 2011 bereits einführend eingegangen wurde. Diese Vielfalt wird in berufspolitischer Hinsicht eher noch größer und oft noch verwirrender. Hinzu kommen nicht immer leicht durchschaubare rechtliche Rahmenbedingungen, Fragen der Niederlassung, Abrechnung/Honorierung, Psychotherapierichtlinien u.v.a.m. Dabei gibt es teilweise auch erhebliche Unterschiede zwischen psychologischen und ärztlichen Psychotherapeuten. Wir wollen versuchen, in kurzen Beiträgen einige dieser Probleme zu thematisieren und nachfolgend in einer offenen Diskussion Ihre Fragen zu beantworten. Es wäre gut, wenn Sie uns ggf. vorab auf die aus Ihrer Sicht besonders relevanten, Sie interessierenden und beschäftigenden Fragestellungen hinweisen würden, die besonders aufgegriffen werden sollen.

Für alle Hörer, insbesondere ab eigener Behandlungserlaubnis.

PA: XIV
PT: l
PTG: A.11; A.12; B.2



 

Samstag, 12.05.2012   Ulrich
14:00 – 15:30 Uhr (2;A/B)   Therapie der Abhängigkeitserkrankungen
15:45 – 17:15 Uhr    

Im Seminar geht es um die Vermittlung theoretischer Grundlagen und praktischer Erfahrung aus Behandlungen von Suchterkrankungen, insbesondere Drogenabhängigkeit: Akutbehandlung, Psychotherapie und Substitution.
Eigene Fallbeispiele sind erwünscht.

Literatur:

Poehlke, T.; Flentker, I. et.al.: Suchtmedizinische Versorgung Drogen. Springer-Verlag 2000

Für alle Hörer.

PA: I, IV
PT: b, c, j
PTG: A.4, A.7, A.8, B.3



 

Sonntag, 13.05.2012   Winkler
 9:00 – 10:30 Uhr (2;A)   Psychosomatik - Theoretische Konzepte
10:45 – 12:15 Uhr    

Im Seminar werden die verschiedenen theoretischen Konzepte und Modelle der psychoanalytischen Psychosomatik in ihrer historischen Entwicklung beginnend mit Freuds Konzept der Konversion bis hin zum aktuellen Bio-Psycho-Sozialen Modell von G. Engel dargestellt. Auf relevante neuere Erkenntnisse aus dem Gebiet der Psycho-Neuro-Immunologie wird eingegangen.

Literatur:

Bräutigam W., Christian P., von Rad M. Psychosomatische Medizin: Ein kurzgefasstes Lehrbuch, Thieme Stuttgart, 6. unveränd. A. 1997.
Adler R.H. u. a. (Hrsg.) Uexküll Psychosomatische Medizin: Theoretische Modelle und klinische Praxis, Urban & Fischer München, 7. Auflage 2010.
Wirsching M. Psychosomatische Medizin: Konzepte, Krankheitsbilder, Therapien, C.H.Beck München, 2. Auflage 2003.
Schubert C., Schüßler G. Psychoneuroimmunologie: Ein Update, Z. Psychosom Med Psychother 55, 1/2009. 3-26.

Für alle Hörer.

PA: II, IX
PT: b, c, g
PTG: A.2., A.6., A.12



 

Freitag, 08.06.2012   Dost, S.
17:15 – 18:45 Uhr (2;A/B)   Mentalisierungsgestützte Therapie II
Interventionstechnik III/
19:00 – 20:30 Uhr   Behandlungstechnik IV

Mentalisieren bedeutet, sich des eigenen Zustandes, der eigenen Wünsche und Ziele gewahr zu sein, während man über sein Erleben nachdenkt und das Verhalten anderer Menschen mit Bezug auf ihren inneren Zustand, ihre Wünsche und Ziele zu interpretieren versucht.
Dieses 2. Seminar zum Thema Mentalisierung soll Möglichkeiten und Grenzen der mentalisierungsgestützten Therapie von schwerer gestörten Patienten aufzeigen und erläutern. An Hand von Fallbeispielen aus Klinik und eigener Praxis soll die Behandlungstechnik näher gebracht werden.

Literatur:

FONAGY, P.; u.a.: Affektregulierung, Mentalisierung und die Entwicklung des Selbst, Klett-Cotta 2002
ALLEN,J.G.; FONAGY, P: Mentalisierungsgestützte Therapie, Klett-Cotta 2006

Für alle Hörer.

PA: II, IV, VI
PT: c, f, l
PTG: A.5, A.6, A.9



 

Samstag, 09.06.2012   Froese
 9:00 – 10:30 Uhr (2;A/B)   Verkehrte Liebe II
10:45 – 12:15 Uhr    

Nach einer Einführung zum Thema im letzten Semester möchte ich mit den Teilnehmern an diesem Seminar zwei zentrale Momente perverser Beziehungs-Modalitäten, den narzisstischen Rückzug und die Regression auf die sado-masochistische Ebene, ausführlicher untersuchen. Das wird anhand von Behandlungsverläufen geschehen.
Darüber hinaus können wir Erfahrungen der Teilnehmer mit vergleichbaren Übertragungs-Konstellationen diskutieren. Gemeinsam werden schließlich Anregungen für Deutungslinien zur Arbeit an diesen schwierigen Modi erarbeitet.

Literatur:

Berner, W.: Perversion. Kapitel: Konsequenzen für die therapeutische Arbeit. (S. 101 -130) Psychosozial-Verlag. Giessen 2011

Nur für Teilnehmer mit Behandlungserlaubnis.

PA: I, IV, IX
PT: e, f
PTG: A.1, A.2, A.4



 

Samstag, 09.06.2012   Mühlbauer
14:00 – 15:30 Uhr (2;A)   Psychopathologie und Psychopathologischer Befund
15:45 – 17:15 Uhr    

Das Seminar besteht erstens aus einem theoretischen Teil, der die Fragestellung behandelt. Der 2. Teil wird eine praktische Arbeit sein. Um einen optimalen Erfolg zu gewährleisten, muss jeder Teilnehmer obligatorisch für die Teilnahme ein bis drei von ihm erhobene psychopathologische Befunde an mich entweder als E-Mail oder ppt (nur Micosoft Office, kein Open/Libre Office etc.) bis zehn Tage vor dem Seminar gesendet haben. Es ist geplant, die Befunde im Seminar anonym zu besprechen und per ppt zu bearbeiten.

Literatur:

Prof. Dr. Ebert, Dieter: Psychiatrie systematisch. Uni-med Verlag

Für alle Kandidaten bis zur Behandlungserlaubnis.

PA: VI, XI, XII
PT: f, h, l
PTG: A.4, A.9, A.10, B.1



 

Sonntag, 10.06.2012   Kant
 9:00 – 10:30 Uhr (2;A/B)   Fokaltherapie - Teil 1
10:45 – 12:15 Uhr    

Im Seminar soll die Arbeit mit einem Fokus im Rahmen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie vorgestellt werden. Dieser 1. Teil hat das fokusorientierte Arbeiten im Erstinterview zum Thema, anhand von Theorie- und Fallbeispielen.
Eine Fortsetzung des Themas im folgenden Semester ist vorgesehen, dabei geht es dann um die Fokusarbeit in der Therapie.

Literatur:

Balint, M., Ornstein, P. H. und Balint, E.: Fokaltherapie, Suhrkamp 1976;
Klüwer, R. und Lachauer, R.: Der Fokus, Vandenhoeck&Ruprecht 2004;
Maaz, H.-J. (Hrsg.): Psychodynamische Einzeltherapie, Pabst Science Publishers 1997

Für alle Hörer.

PA: II, IV, VII, XII
PT: c, f, l
PTG: A.4, A.6, B.2, B.4, B.5



 

Freitag, 29.06.2012   Giefer
17:15 – 18:45 Uhr (2;A/B)   Die phantasievolle Sprache des Körpers.
19:00 – 20:30 Uhr   Georg Groddeck und die Anfänge der psychoanalytischen Psychosomatik, sein Einfluß auf Ferenczi und Freud

"Die Psychoanalyse darf und wird vor organischen Leiden nicht haltmachen". Mit diesem Postulat trat Georg Groddeck 1917 nach fast zehnjähriger praktischer Erfahrung auf diesem Gebiet an die Öffentlichkeit. Er gilt als Pionier der psychoanalytischen Psychosomatik und wandte als erster die Methoden von Übertragungs- und Widerstandsbearbeitung nicht nur bei neurotischen Leiden an, sondern nutzte sie auch erfolgreich zur Behandlung von Kranken, die z.B. unter Herzinsuffizienz, Nierensteinen, Netzhautblutungen oder rheumatischen Erkrankungen litten.

"Michael Giefer ist Arzt und Psychoanalytiker in eigener Praxis, Psychoanalysehistoriker und im Vorstand der Georg Groddeck- Gesellschaft. Er ist Herausgeber der Briefwechsel Georg Groddecks mit Sándor Ferenczi und Sigmund Freud sowie der psychosomatischen Schriften Groddecks.

Stichworte: Psychosomatik, Monismus-Dualismus, Mutterübertragung, Kranker als Subjekt, Es-Begriff, Konversion, Symboldeutung.

Literatur:

Georg Groddeck: "Von Menschenbauch und dessen Seele". Schriften zur psychoanalytischen Psychosomatik. Stroemfeld-Verlag 2011 (insbesondere die Seiten 9-36; 67-81; 184-195; 220-231).
Georg Groddeck / Sigmund Freud: Briefwechsel. Stroemfeld-Verlag 2009 (insbesondere die Briefe von 1917 und 1921/22).

Für alle Hörer, offen für Gäste.

PA: I, II, V, IX
PT: a, b, g
PTG: A.1, A.2, A.12, B.1, B.3



 

Samstag, 30.06.2012   Lucas, Zimmermann
 9:00 – 10:30 Uhr (2;A/B)   Bindungstheorie und ihre Konzepte
10:45 – 12:15 Uhr    

Ausgehend von einem historischen Überblick über die Entstehung der Bindungstheorie und ihre Pioniere (Bowlby, Robertson, Ainsworth u.a.) sowie der Vorstellung des berührenden und für die Kinderbetreuung wegweisenden Films "John" von Robertson werden die Konzepte der Bindungstheorie sowie ihre Bedeutung für unsere klinische Praxis beleuchtet. Es besteht die Möglichkeit, ein Referat über das "Adult Attachment Interview" zu halten.

Literatur:

Grossmann,K.; (Hrsg),: Bindung und menschliche Entwicklung: John Bowlby, Mary Ainsworth und die Grundlagen der Bindungstheorie, Klett-Cotta 2011
Brisch K.; Bindungsstörungen: Von der Bindungstheorie zur Therapie, Klett-Cotta, 2011

Für alle Hörer.

PA: I, IV, XII
PT: a, k
PTG: A.1, A.6, A.12, B.3



 

Samstag, 30.06.2012   Roski
14:00 – 15:30 Uhr (2;A/B)   Freud-Lektürekurs (III): "Der Fall Dora"
15:45 – 17:15 Uhr    

Nach der Lektüre der Krankengeschichten "Elisabeth von R." (Freud) und "Anna O" (Breuer) lesen wir diesmal gemeinsam Auszüge aus der Fallgeschichte der "Dora", die Freuds letzten systematischen Beitrag zur Theorie der Hysterie darstellt.

Literatur:

Freud, Sigmund: Bruchstücke einer Hysterie-Analyse (1905) mit einem Nachwort von Stavros Mentzos, Fischer-Taschenbuch, 2. Auflage 2007
Ergänzend:
Blass, R. B. (1992): Hatte Dora einen Ödipus-Komplex? Jahrbuch der Psychoanalyse 32, 1994, S. 74-111

Für alle Kandidaten.
Pflichtveranstaltung für Teilnehmer bis zur Behandlungserlaubnis.

PA: V, IX
PT: a, b
PTG: A.12



 

Sonntag, 01.07.2012   Hoffmann
 9:00 – 10:30 Uhr (2;A/C)   Angsterkrankungen
10:45 – 12:15 Uhr    

Das Seminar soll einen Überblick der Klassifikation und Genese von Panikstörungen, Phobien und der generalisierte Angststörung geben sowie störungsspezifische tiefenpsychologische Therapieansätze vorstellen.

Literatur:

Beutel ME., Doering S., Leichsenring F., Reich G. (2010) Psychodynamische Psychotherapie - Störungsorientierung und Manualisierung in der therapeutischen Praxis. Göttingen, Hogrefe Verlag

Für alle Hörer.
Pflichtveranstaltung für Teilnehmer bis zur Behandlungserlaubnis.

PA: II, VI, VII
PT: b, c, g, i
PTG: A.4, A.9, B.1, B.3



 

Freitag   Kasuistisch-technisches Seminar (KTS) für
18:00 – 21:15 Uhr (2;B)   psychoanalytische und tiefenpsychologische Behandlungen

 

    tiefenpsychologisch   analytisch
16.03.2012       Drees
30.03.2012       Böhle
13.04.2012   Lucas    
27./28.04.2012   Verlaufs-KTS
Th. Dost und Diederichs
15.06.2012       Winkler
22.06.2012   Müller-Herwig
13.07.2012   S. Dost   Frommer

In diesen Seminaren sollen Stundenverläufe psychoanalytischer bzw. tiefenpsychologischer Behandlungen vorgestellt werden. Teilnehmer sind die Weiterbildungskandidaten/innen der jeweiligen Weiterbildungsgänge mit Behandlungserlaubnis. Darüber hinaus können auch Kandidaten vor der Erteilung einer Behandlungserlaubnis ihre Teilnahme formlos bei der Leiterin des WBA beantragen, sofern sie mindestens acht supervidierte Erstgespräche nachweisen können. Die KTS werden wie ausgewiesen getrennt nach Weiterbildungsgängen durchgeführt.

Das KTS am 27. und 28.04.2012 ist ein Verlaufs-KTS zur Vorstellung und Diskussion eines Behandlungsverlaufs. Es findet am Freitag (27.04.2012) von 18:00 - 21:15 Uhr (2 Doppelstunden) und am Samstag (28.04.2012) von 09:00 - 15:00 Uhr (3 Doppelstunden) statt.

Zur Vorbereitung wird der/die jeweils Vorstellende gebeten, sich ca. 4 Wochen vor dem Termin mit dem Dozenten/ der Dozentin abzustimmen, der/die das Seminar leitet. Die Reihenfolge der Vorstellungen wird in Verantwortung der Kandidatensprecher beim ersten Termin besprochen und Frau Dr. Dost mitgeteilt.

Auf ausdrücklichen Wunsch der analytischen Ausbildungskandidaten können bei Prof. Frommer und Dr. Drees auch zusätzlich analytische KTS beantragt werden.

Für Teilnehmer ab Behandlungserlaubnis.
Pflichtveranstaltung für Kandidaten nach PTG ab Behandlungserlaubnis.

PA: IV, V, VI, X
PT: b, c, f, g, i, j
PTG: B.1, B.2, B.3, B.4, B.5, B.6



Sonstige Veranstaltungen

 

 

Seminare

Mittwoch, 14.03.2012 (1;A)   Wurmser
16:00 - 18:00   Negative therapeutische Reaktion

 

Vorträge

Mittwoch, 14.03.2012 (C)   Wurmser
19:00 - 20:30
OvGU,
Hörsaal III
Große Steinernetischstr.)
  Otto-von-Guericke-Vorlesung
Eifersucht, Neid und Ressentiment - eine unheilige Dreieinigkeit in Familie und Gesellschaft
 
Samstag, 30.06.2012 (1;C)   Nissen
17:30 - 19:00 Uhr   Hypochondrie als pathologisch-autistoide Organisation
 

 

Tagungen/sonstige Veranstaltungen (Auswahl)

09.03. - 11.03.2012
Magdeburg
  Kasuistisch-technische Konferenz für Kandidaten
in der DPG-Ausbildung
 
31.05. - 03.06.2012
Berlin
  Jahrestagung der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft: Konfliktwelten - Über die Schwierigkeiten mit dem Neuem in der Psychoanalyse
 


 

Vorschau: IPM-Termine im Wintersemester 2012/2013

Theorieseminare    
14.09. - 16.09.2012   Wochenendblockseminare
12.10. - 14.10.2012   Wochenendblockseminare
09.11. - 11.11.2012   Wochenendblockseminare
30.11. - 02.12.2012   Wochenendblockseminare
11.01. - 13.01.2013   Wochenendblockseminare


Balintgruppen

 

Balintgruppen werden derzeit angeboten von:
Dr. S. Dost, Dr. C. Thiele und DM C. Ulrich.
 


Verantwortlich für das Vorlesungsverzeichnis ab SS 2008:

 

Dr. med. Sabine Dost (DPG, DGPT, DGfS)
Hegelstr. 16
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 / 734 68 15,
Fax: 0391 / 735 68 16
Email: dost-sabine@t-online.de
 


Verantwortlich für die Planung der Kasuistisch-technischen Seminare im SS 2012:

 

Dr. med. Sabine Dost (DPG, DGPT, DGfS)
Hegelstr. 16
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 / 734 68 15,
Fax: 0391 / 735 68 16
Email: dost-sabine@t-online.de
 


Verantwortlich für die Organisation von Medien für die Seminare:

 

Kornelia Pampam
Sekretariat der Institutsambulanz
Liebigstr.6
39104 Magdeburg
Tel.: 0391 / 40 82 93 34,
Fax: 0391 / 40 82 93 35
Email: info@psychoanalyse-magdeburg.de
 
Es wird darum gebeten, sich bei Bedarf an Medien
14 Tage vor der geplanten Veranstaltung mit
Frau Pampam in Verbindung zu setzen.
 


 

Schlüssel für die Räume der Veranstaltungen

1   Versammlungsraum,
Städt. Volkshochschule,
Leibnizstr. 23,
39104 Magdeburg
2   Institutsambulanz,
Liebigstr. 6,
39104 Magdeburg,
Tel.: 0391 / 40 82 92 63

 

Schlüssel zur Art der Veranstaltungen

A   Vermittlung theoretischer Lehrinhalte
B   Interaktionelle Fallarbeit
C   Vorträge

 

 

Schlüssel für die Bereiche, die im Rahmen des DGPT-Lehrprogramms
Psychoanalyse zu absolvieren sind (PA)

I   Psychoanalytische Entwicklungs- und Persönlichkeitstheorie
II   Allgemeine und spezielle psychoanalytische Krankheitslehre einschließlich
psychiatrischer und psychosomatischer Krankheitsbilder
III   Psychoanalytische Traumtheorien
IV   Techniken der psychoanalytischen (diagnostischen und therapeutischen)
Gesprächsführung einschließlich Erstinterview und Anamnese
V   Theorien des psychoanalytischen Prozesses und der psychoanalytischen Behandlungstechniken
VI   Indikationsstellung und prognostische Gesichtspunkte verschiedener
Behandlungsverfahren einschließlich präventiver und rehabilitativer Aspekte
VII   Psychoanalytische Kurz- und Fokaltherapie
VIII   Theorien der Psychodynamik von Familie und Gruppe,
Psychoanalytische Gruppen-, Paar-, und Familientherapie
IX   Grundlagen der psychoanalytischen Kulturtheorie und der analytischen
Sozialpsychologie, Geschichte der Psychoanalyse
X   Kasuistisch-technisches Seminar
XI   Einführung in die Psychiatrie
XII   Einführung in die Psychodiagnostik, allgemeine Entwicklungspsychologie, Lerntheorie
XIII   Indikation und Methodik der Verhaltenstherapie
XIV   Grundsätze der Berufsethik

 

 

Schlüssel für die Bereiche, die im Rahmen des Lehrprogramms
Psychotherapie (Ärzte) zu absolvieren sind (PT)

a   Entwicklungs- und Persönlichkeitslehre
b   Allgemeine und spezielle Neurosenlehre
c   Tiefenpsychologie
d   Lernpsychologie
e   Psychodynamik der Familie und der Gruppe
f   Psychopathologie
g   Grundlagen der psychiatrischen und psychosomatischen Krankheitsbilder
h   Technik der Erstuntersuchung
i   Indikation und Methodik der psychotherapeutischen Verfahren
einschließlich Prävention und Rehabilitation
j   Psychopharmakologie
k   Psychodiagnostische Testverfahren
l   Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie einzeln,
bei Paaren und Familien sowie in der Gruppe

 

 

Schlüssel für die Bereiche, die im Rahmen des Lehrprogramms
der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten
zu absolvieren sind (PTG)

 

A.1   Entwicklungs-, sozial-, persönlichkeits- und neuropsychologische Grundlagen der Psychotherapie
A.2   Konzepte über die Entstehung, Aufrechterhaltung und den Verlauf psychischer und psychisch mitbedingter Erkrankungen verschiedener Altersgruppen
A.3   Methoden und Erkenntnisse der Psychotherapieforschung
A.4   Diagnostik und Differentialdiagnostik
A.5   Besondere entwicklungs- und geschlechtsspezifische Aspekte der Persönlichkeit, der Psychopathologie und der Methodik der Psychotherapie verschiedener Altersgruppen
A.6   Intra- und interpersonelle Aspekte psychischer und psychisch mitbedingter Störungen in Paarbeziehungen, Familien und Gruppen
A.7   Prävention und Rehabilitation
A.8   Medizinische und pharmakologische Grundkenntnisse für Psychotherapeuten
A.9   Methoden und differentielle Indikationsstellung wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Verfahren
A.10   Dokumentation und Evaluation von psychotherapeutischen Behandlungsverläufen
A.11   Berufsethik und Berufsrecht, medizinische und psychosoziale Versorgungssysteme, Organisationsstrukturen des Arbeitsfeldes, Kooperation mit Ärzten und anderen Berufsgruppen
A.12   Geschichte der Psychotherapie

 

B.1   Theorie und Praxis der Diagnostik, insbesondere Anamnese, Indikationsstellung
und Prognose, Fallkonzeptualisierung und Behandlungsplanung
B.2   Rahmenbedingungen der Psychotherapie, Behandlungssetting,
Einleitung und Beendigung der Behandlung
B.3   Behandlungskonzepte und –techniken sowie deren Anwendung
B.4   Krisenintervention
B.5   Behandlungstechniken bei Kurz- und Langzeittherapie
B.6   Therapiemotivation des Patienten, Entscheidungsprozesse des Therapeuten,
Therapeuten-Patienten-Beziehung im Psychotherapieprozess
B.7   Einführung in Behandlungsverfahren bei Kindern und Jugendlichen
B.8   Behandlungsverfahren bei Paaren, Familien und Gruppen

 

Die Zertifizierung der Veranstaltungen durch die Ärztekammer Sachsen-Anhalt ist beantragt.

 

Das Verzeichnis der Lehrveranstaltungen können sie hier auch als PDF Datei herunterladen.


 

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